Es bestehen heutzutage keine Zweifel mehr, das in vielen Fällen Stress zu körperlichen und seelischen Erkrankungen führen kann. Viele Menschen kennen das aus eigener Erfahrung. Anforderungen im Beruf und in der Familie aber auch eigene Erwartungen und Wünsche führen oft zu einer Form von Leben, das nicht unbedingt dem entspricht, was man erhofft hatte.

Die beinahe ständige Präsenz von Medien und sozialen Netzwerken durch Computer und Smartphone führt zu einer Form der Ablenkung und Unterbrechung von dem und dessen, was man gerade tun möchte, wie sie in ihrer Intensität und Häufigkeit wohl neu in der menschlichen Geschichte ist. Das daraus resultierende Defizit an Aufmerksamkeit und Konzentration kann zu einem ständigen Gefühl des Getriebenseins und schließlich zu einer tief sitzenden Unzufriedenheit führen. Wenn man es hingegen tatsächlich schafft – und in der heutigen Zeit ist das gar nicht so einfach – eine längere Zeit konzentriert bei einer Sache zu bleiben, ohne mit den Gedanken ständig abzuschweifen, abgelenkt zu werden oder mit den eigenen Anforderungen zu hadern, so stellt sich immer häufiger ein Gefühl von Glück und Zufriedenheit ein.

In der Meditation lernen wir gezielt, uns wieder auf etwas zu konzentrieren, ohne ständig mit den Gedanken woanders zu sein. Körper und Geist lohnen die ungeteilte Aufmerksamkeit, die wir ihnen während der Meditation schenken, mit nachlassendem Stress und nachlassender Unruhe. Nach einiger Zeit stellt sich eine innere Leichtigkeit im Alltag ein, mit der man an vielen kleinen, einfachen und scheinbar unwichtigen Dingen Freude und Vergnügen findet. Die Meditationszeit ist eine heilende Zeit. Sie ist weder auf die Zukunft noch auf die Vergangenheit gerichtet. Mit dem friedlichen Verweilen im Hier und Jetzt, in der unmittelbare Gegenwart, treten wir in diese heilende Zeit ein, die man auch eine heilige Zeit nennen kann.